[Home] [Rom] [Kindertexte] [Info-Seite] [Satire] [Texte und mehr] [Foren u. Links] [Feuilleton] [Notizen] [Gastautoren]

Hier textet, fabuliert und publiziert
F a b r i z i u s

Zurück Roma aeterna

  Rom die ewige Stadt

 


 
Herzhafte Crostini
 
Zunächst die Rezeptur für die Olivenpaste:
Zutaten für ca. 16-18 Crostini:
200 g schwarze Oliven ohne Stein
2-3 Sardellenfilets
4 Knoblauchzehen
je 1 TL frischer Rosmarin und Thymian
(oder je ½ TL getrockneter)
1 EL Kapern
1 TL Zitronensaft
½ Tasse Olivenöl
Salz, Pfeffer aus der Mühle
Zubereitung:
Die Sardellenfilets abspülen, trocknen und klein schneiden. Mit den Oliven, Kräutern, Knoblauchzehen und Kapern pürieren. Nach und nach das Öl einfließen lassen, bis eine sämige Paste entsteht. Mit Zitronensaft, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken.
Kleine Weißbrot- oder Baguettescheiben im Toaster oder Backofen rösten, mit der Paste bestreichen und garnieren.
BUON APPETITO

 

 

Ausgesuchte Links

Wasserverbrauch im antiken Rom

Altertumsforscher schätzen, dass die Römer pro Kopf mehr Frischwasser verbrauchten als die heutigen "Weltmeister im Wasserverbrauch" die US Amerikaner. Wasserverteiler aus Blei und Bronze wurden in Pompeji gefunden. Wasser heranzuschaffen, es auf öffentliche Bauten, Straßenbrunnen und Privathaushalte zu verteilen und Gebühren abzurechnen, das war im alten Rom nicht nur eine administrative, sondern auch eine gewaltige technische Leistung. Exakt gearbeitete Ventile, Normdüsen und Absperrhähne ermöglichten, was für andere Kulturen, frühere wie spätere, ein unerreichbarer Luxus blieb.

 

   

Eine oft gestellte Frage

Warum um alles in der Welt musst Du schon wieder nach Rom?

und eine immer gleiche Antwort

Weil ich Geschichte erleben will!

Der römische Kalender und seine Entstehung

Januar = Januarius:

Janus, Beschützer der Stadttore, Gott des Aus- und Einganges, im übertragenen Sinne des Anfangs und des Endes, doppelköpfig dargestellt, blickt nach zwei Seiten, nämlich vorwärts und rückwärts; der Janustempel auf dem Forum wurde nur in Zeiten des Friedens geschlossen. Kaiser Augustus konnte sich rühmen, den Tempel dreimal geschlossen zu haben, während dies in der bisherigen Geschichte nur zweimal der Fall gewesen sei.

Februar = Februarius:

der Reinigungs_ bzw. Sühnemonat, weil in der zweiten Hälfte die Reinigung der Lebenden und die Sühnung der Verstorbenen vorgenommen wurde [februare = reinigen].

März = Martius:

benannt nach Mars, dem Gott des Krieges und der Vegetation.

April = Aprilis:

wird abgeleitet von aperire (öffnen), der Monat der Öffnung bzw. des Aufblühens. Eine Herleitung von Aphrodite (Venus) ist nicht sehr wahrscheinlich! Vielleicht ist der Name auch etruskischen Ursprungs.

Mai = Maius:

Maia, eine Bergnymphe, Tochter des Atlas und der Pleione gab diesem Monat den Namen. Auf dem arkadischen Berg Kyllene vermählte sich Zeus, der Göttervater, mit ihr. Hermes, der Götterbote ist ihr Sohn.

Juni = Junius:

benannt nach Juno, einer altitalischen Gottheit, der die meisten Züge der griechischen Götterkönigin Hera übertragen wurden. Zusammen mit Jupiter und Minerva wurde sie im ältesten römischen Staatsheiligtum auf dem Kapitol verehrt [kapitolinische Trias].

Juli = Julius:

Ursprünglich Quintilis, der fünfte Monat. Geburtsmonat Cäsars. Nach ihm wurde dieser Monat Julius (Juli) genannt.

August = Augustus:

Der Monat, in dem Kaiser Augustus starb. Um ihn zu ehren, wurde der Monat Sextilis, der sechste Monat, in Augustus umbenannt. Und da Augustus nicht geringer als Cäsar einzustufen war, bekamen beide Monate (Juli und August) 31 Tage zugeteilt.

September = September:

(septem _ sieben) der siebte Monat im Römischen Kalender. Germanicus als Bezeichnung für diesen Monat hat sich nicht durchgesetzt, deshalb wurden die folgenden Monate durchnumeriert. An diesem und den folgenden Monatsnamen kann man erkennen, dass man mit der Zählung ursprünglich im Monat März begann.

Oktober = October:

der achte Monat (octo - acht) nach dem Römischen Kalender. Erst der Gregorianische Kalender, von Papst Gregor XIII im Jahr 1582 eingeführt, legte den Januar als ersten Monat im Jahr fest. Auch hier konnte sich die Bezeichnung Domitianus nicht durchsetzen.

November = November:

Monat neun (novem = neun).

Dezember = December:

der 10. Monat (decem = 10).

Ursprünglich wurde im Altertum die Zeit nach Mondumläufen eingeteilt. Es begann mit dem Monat März, wobei zehn Monate ein Jahr bildeten. Die Abweichung zum Sonnenjahr, das zur Landwirtschaft und für das Leben wichtig war, zwang schon relativ früh zur Erweiterung um zwei Monate. Der Sage nach geschah dies unter König Numa Pompilius. Das von Romulus - so die Sage - eingeführte Jahr mit 304 Tagen und zehn Monaten wurde durch das bis zur Kalenderreform Cäsars geltende Jahr mit 12 Monaten (355 Tage) abgelöst. In regelmäßigen Abständen mussten die dafür zuständigen pontifices (Priester) Schaltmonate bzw. seit Numa Pompilius Schalttage einführen. Nach dem 23. Februar wurden 22 Tage bzw. nach dem 24. Februar 23 Tage alle 2 Jahre eingefügt. Somit ergab sich ein Zyklus von vier Jahren mit 1465 Tagen (355 + 377 + 355 + 378). Das römische Jahr war im Durchschnitt 366,25 Tage lang. Deshalb war es zu lang, denn vier Sonnenjahre (365,25) Tage zählten nur 1461 Tage. Diese Tatsache und Unklarheiten bei den Schalttagen führte dazu, dass im Jahre 46 v. Chr. der römische Kalender hinter dem tatsächlichen Jahresablauf um 90 Tage zurückgeblieben war.

Zum 1.1.153 v. Chr. trat eine weitere Reform in Kraft, die das Jahr mit dem Monat Januar beginnen ließ. Somit stimmten auch die Amtsjahre der Beamten [magistratus] mit dem Kalenderjahr überein.

Der Julianische Kalender:

In seiner Kalenderreform, die am 1.1.45 in Kraft trat und - mit geringfüger Korrektur durch Papst Gregor XIII - bis heute gültig ist, legte Cäsar (maßgeblicher Astronom war der Gelehrte Sosigenes) die heute übliche Zahl der Tage im Monat fest. Jedes vierte Jahr fügte er nach dem 24. Februar einen Schalttag ein. Zunächst jedoch, um die abweichenden 90 Tage auszugleichen, wurden im Februar 23 Tage, im November 33 und im Dezember 34 Tage eingefügt. Rasch verbreitete sich dieser reformierte römische Kalender über das gesamte Reich. Im Osten galten allerdings meist einheimische Monatsnamen, während sich im Westen die römische Bezeichnung durchsetzte.

Der Gregorianische Kalender:

Da nach dem Julianischen Kalender das Jahr aber etwa um 11 Minuten zu lang war, glich Papst Gregor XIII nach den Vorschlägen des Italieners Lilio die Abweichung zwischen Kalender und Sonnenjahr durch Überspringen der Tage zwischen dem 4. und 15. Oktober 1582 aus. Ferner legte er fest, dass die nicht durch 400 teilbaren Jahrhundertdaten (1700, 1800, 1900, 2100, ...) keine Schaltjahre sind (2000 ist somit ein Schaltjahr). Diese Kalenderreform setzte sich allerdings nur in den katholischen Ländern durch. Die Oktoberrevolution im orthodoxen Russland fand daher am 5. November 1917 nach gregorianischer Zählung statt.

Zeitrechnung:

Die römische Zeitrechnung richtete sich nach den Amtsjahren der Konsuln (M. Tullio Cicerone [et] C. Antonio consulibus [coss.] = 63 v.Chr.: unter dem Konsulat des M. Tullius Cicero und Gaius Antonius - das Jahr der Verschwörung Catilinas.

Ab Ende des 4. Jh. v. Chr. durch die Wahl eines festen Bezugspunktes. Dies war die Einweihung des Jupitertempels auf dem Kapitol am 13. 09.507 v. Chr. nach der Vertreibung des letzten Königs Tarquinius Superbus. Zur Zeit der ausgehenden Republik setzte sich ein anderer vermeintlicher Fixpunkt durch: das Gründungsdatum der Stadt Rom. Der Gelehrte M. Terentius Varro hatte den 21.4.753 v. Chr. als Datum der Gründung errechnet. Seit dieser Zeit zählte man ab urbe condita (auc) - seit Gründung der Stadt.

Ab 525 n.Chr. wurde diese Zählweise durch "post Christum natum" = nach Christi Geburt (p.Chr.n.) abgelöst. Dementsprechend rechnete man auch vor Christi Geburt = ante Christum natum.

 
 

Uhreninschrift

Mors certa, hora incerta

Der Tod (ist) gewiss,
die Stunde ungewiss.

 

 
Goethe und die Pyramide des Cestius in Rom
 
O wie fühl' ich in Rom mich so froh! gedenk' ich der Zeiten
Da mich ein graulicher Tag hinten im Norden umfing,
Trübe der Himmel und schwer auf meine Scheitel sich senkte,
Farb- und gestaltlos die Welt um den Ermatteten lag,
Und ich über mein Ich, des unbefriedigten Geistes
Düstre Wege zu spähn, still in Betrachtung versank.
Nun umleuchtet der Glanz des helleren Äthers die Stirne;
Phöbus rufet, der Gott, Formen und Farben hervor.
Sternhell glänzet die Nacht, sie klingt von weichen Gesängen,
Und mir leuchtet der Mond heller als nordischer Tag.
Welche Seligkeit ward mir Sterblichem!
Träum' ich? Empfänget
Dein ambrosisches Haus, Jupiter Vater, den Gast?
Ach! hier lieg' ich und strecke nach deinen Knien die Hände
Flehend aus. O vernimm, Jupiter Xenius, mich!
Wie ich hereingekommen, ich kann's nicht sagen; es faßte
Hebe den Wandrer und zog mich in die Hallen heran.
Hast du ihr einen Heroen herauf zu führen geboten?
Irrte die Schöne? Vergib! Laß mir des Irrtums Gewinn!
Deine Tochter Fortuna, sie auch! die herrlichsten
Gaben Teilt als ein Mädchen sie aus, wie es die Laune gebeut.
Bist du der wirtliche Gott? O dann so verstoße den Gastfreund
Nicht von deinem Olymp wieder zur Erde hinab!
'Dichter! wohin versteigest du dich?' _ Vergib mir; der hoheKapitolinische Berg ist dir ein zweiter Olymp.
Dulde mich, Jupiter, hier, und Hermes führe mich späterCestius'
Mal vorbei, leise zum Orkus hinab.

 

     
   

Weiter zu ROM 3. Seite

 

Zurück zu Roma aeterna

Zurück zur Homepage