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F a b r i z i u s

Zurück Roma aeterna

  Rom die ewige Stadt

 

Freunde in Rom


 Wie kann ich einem oder einer "noch-nicht-in-Rom-Gewesenen"
die Reise nach Rom schmackhaft machen?
 
Eigentlich müsste ich mit diesem Gedanken vorsichtig sein, denn es sind schon sehr viele Touristen in Rom, also lockt nicht noch mehr dorthin!
Nur, - sicherlich gibt es einen Menschen, den du von ganzem Herzen magst, und dieser oder diese soll schon an deiner Freude Teilhaben. Wie stelle ich es an einen "noch-nicht-in-Rom-Gewesenen" zu überzeugen mit mir nach Rom zu fahren? Erzählte ich soviel von Rom, dann  meint der sicherlich "ich schneide auf". Bin ich zu beharrlich, dann meint er ich hätte noch andere "Hintergedanken". Da ist guter Rat  teuer - oder? Im "kalten Norden" kann ich nur über Rom erzählen. Erst "der-in-Rom-Gewesene" kann das Erzählte umsetzen. Kein einfaches Unterfangen. Selbst schäume ich über vor Begeisterung und Reisefieber, nur der andere versteht das nicht. Er kann es nicht begreifen, dass ich wieder nach Rom fahren muss. Dann kommt dieser Satz: "Jetzt warst Du so oft in Rom, warum musst Du schon wieder dorthin fahren?" - Das ist ein Dilemma! Was antworte ich einem "noch-nicht-in-Rom-Gewesenen" auf diese absurde Frage? Soll ich ihm wieder vorschwärmen von dem Flair, der absoluten Klasse, der Einmaligkeit Roms? Kann ich ihn umstimmen? Zeige ich ihm Bilder, erzähle ich von der letzten Romreise, zitiere ich Dichter, die Rom geliebt haben? Was mache ich? Buche ich einen Flug und schleppe den "noch-nicht-in-Rom-Gewesenen" einfach zum Flughafen? Bettele ich auf Knien: "Bitte, bitte, komm mit nach Rom!" Schlaflose Nächte folgen, er erhört mich nicht! Wie gerne würde ich ihm Rom zeigen, er will nicht! Was soll ich sonst anstellen, damit er mitfährt? Ich lade ihn zum Italiener ein, bestelle feurigen Vino, Pasta, Pizza, obwohl ich selbst weiß, dass dies hier nur ein müder Abklatsch ist! Wer einmal Fettucini in Rom gegessen hat, der will sie nur noch in Rom essen, aber erzähl` das einmal einem "noch-nicht-in-Rom-Gewesenen", der hat doch gar keine Antenne dafür. Der frisst diese Nudelpampe auch beim "Italiener um die Ecke". Eigentlich unvorstellbar, und das schmeckt dem auch noch! Nur - wie bringe ich dem "noch-nicht-in-Rom-Gewesenen" bei, dass Fettucini nur in Rom schmecken können?
Komme ich mit der Geschichte, dann wirkt das eventuell "schulmeisterhaft". Dieser "noch-nicht-in-Rom-Gewesene" kann ja nicht wissen, dass Geschichte in Rom alles andere als langweilig ist, dass Geschichte in Rom lebendiges Zeugnis ist, dass Geschichte in Rom aufregend ist! Komme ich mit Kultur, dann sagt der mir: "Italienisch verstehe ich nicht!" Komme ich ihm mit Kunst, dann übersteigt es meine Ausdruckskraft zu erzählen, was ein Bernini, ein Michelangelo, ein Leonardo da Vinci, ein Borromini an Kunst geschaffen hat. So geht es nicht.
 - Soll ich ihm erzählen, dass es für mich eine Erfüllung ist, ganz still im Innenhof von SAN PAOLO FUORI LE MURA zu sitzen, vor dem Trevi Brunnen einen Traum zu träumen und unter der Trajan Säule auf einer Marmorbank zu diskutieren? Soll ich dem "noch-nicht-in-Rom-Gewesenen" erzählen, dass ein Gelato vor dem Pantheon nicht "Eis essen" ist, sondern "Römisches Flair genießen" ist?
 - So geht das nicht!
Eben-, dann taucht die Frage auf: "Wie kann ich Rom dem noch-nicht-in-Rom-Gewesenen erklären?"
"Komm bitte mit nach Rom, du wirst begeistert sein!"
"Und dann wird es Dir so wie mir passieren, dass Du Schwierigkeiten hast einem noch-nicht-in-Rom-Gewesenen beizubringen, wie schön es in Rom ist!”
Ich werde mich diebisch freuen, wenn ich zuhöre, wie Du von Rom schwärmst und keiner kapiert es. Nur, du hast einen Vorteil, ich werde es genießen Dir zuzuhören!
Und ich weis, dass irgendwann jeder Rom erliegt!
Salute Amici di Roma

Römische Träume in der Erinnerung

Die Piazza Rotonda liegt im Licht der Abendsonne, majestätisch erhebt sich das Pantheon, scherzende junge Leute um den Brunnen herum. Restaurants und Cafe`s, die Bar Pantheon laden zum verweilen ein. Mit allem zufrieden, mit sich selbst, mit der Welt, mit dem gerade gekauften Gelato und mit dem Wetter. Ein zufriedenes Gefühl durchdringt den Körper. Mit Leichtigkeit “schwebe” ich über das Pflaster, an der seitlichen Mauer zum Pantheon setze ich mich auf die Stufen und betrachte mit Zufriedenheit das Treiben um  mich herum. Die innere Ruhe ist eingekehrt, eine beschwingte Ruhe ohne Trägheit und Müdigkeit. Eine unternehmungslustige Ruhe, ein Gefühl, das ich nur in Rom kenne. Die Gedanken wandern in die Unendlichkeit, vorbei am Forum Romanum, streifen den Brunnen in der Via Giulia, umkreisen die Erhabenheit von Apollo und Daphne, kommen zurück und genießen lustvoll das herrliche Gelato. Was für Erinnerungen, hautnah versetze ich mich in die milde Abendsonne im Mai, spüre den  trockenen Frascati auf der Zunge, was für ein Tag, was für eine Zeit.

  Wasser in Rom

Die Brunnen - Fontana Paola, Fontana dei Fiumi, Fontana del Moro, Fontana dei cavalli marini, Fontana del Tritone, Fontana di Trevi, Fontana del Tartarughe, Fontana della Navicella, Quattro Fontane, hier nur eine kleine Auswahl,  sind sprudelnde Frische und zeugen von der einmaligen Urbanität Roms. Wasser ist überall, es fließt aus einem unscheinbaren Brünnlein in einem Park auf dem Campidoglio und es strömt im starken Strahl in das große Becken der Fontana Paola. Wasser prägt Rom. Der Tiber (fiume tevere) spiegelt das Castel S. Angelo in seinen trägen Fluten. Er ist malerische Kulisse zusammen mit der isola tiberina, der Ponte Fabricio und Ponte Cestio. Flußabwärts hinter der isola tiberina die Ponte Rotto. Wasser ist allgegenwärtig, ob in den Aquaedukten mit ihren Arkaden, die das Wasser im Überfluss von den Albaner Bergen auch heute noch in die Stadt führen, oder in den Thermen, die in der Antike gigantische Bade- und Freizeitstätten waren. Einige Stadien konnten sogar mit Wasser geflutet werden um z.B. Seeschlachten demverwöhnten Publikum nachzustellen. Wasser gehört seit der Antike zum römischen Stadtbild. Wasser ist in Rom zur Kunst geworden, ist zum  phänomenalen Schauspiel in Tivoli der Villa d´Este geworden.

Amici di Roma, freut Euch drauf


Noch wenige Stunden

Noch wenige Stunden bis zur Reise nach Rom. Gerade habe ich meine Reiseerinnerungen durchgelesen, habe Sehnsüchte geweckt mit Tränen in den Augen. Immer wieder wundere ich mich über diese Faszination, immer wieder erliege ich ihr. Ich freue mich so wie am allerersten Tag. Das kann nicht normal sein, das Kribbeln im Bauch, diese prickelnde Erwartung aller Sinne. Reisefieber kenne ich, nur Reisefieber vor einer Reise nach Rom, das ist was anderes. Die innersten Gehirnwindungen produzieren Erlebnisse aus Rom. Vor dem geistigen Auge werden Ornamente sichtbar, unscheinbare Alltagsbegebenheiten fachen die Sehnsucht an. Vielleicht bin ich krank, - krank an Rom. Zum Glück gibt es eine wunderbare Medizin für diese Krankheit, - Rom, - morgen werde ich von dieser “Krankheit” geheilt sein. Wenn ich morgen früh in die Gesichter schaue, Schosi, er wird strahlen, Werner, er wird zufrieden lächeln, - und Karin, sie wird das erste Mal dabei sein, wie wird ihr mein Rom gefallen? Von Rom muss man begeistert sein, was anderes kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht gehört das auch zu meiner “Krankheit”. Früh werden wir in München starten. Um 7:30 heben wir mit alitalia  ab. Um die Mittagszeit werden wir in Rom sein, werden den ersten sinnlichen Kontakt mit unserer Stadt herstellen, werden uns neu in diese Stadt verlieben.

Ein Tagesprogramm für Rom, so etwas kennen wir nicht. Wir lassen uns treiben, gehen unserem Gespür nach, planen höchstens mal von einer auf die andere Stunde. Unsere Entscheidungen sind spontan. Eine neue Reisegruppe ist es geworden. Karin war noch nie in Rom, wir anderen sind “Alte Hasen”. Ich denke eine gute Mischung, Karin ”müssen” wir einiges zeigen. Und es gibt so Viel davon. Wo fangen wir an, wo hören wir auf?

 

Die sieben Hügel Roms

Palatin ** Kapitol ** Quirinal ** Viminal ** Esquilin ** Caelius ** Aventin

 

Künstler und ihre bewegte Zeit

Die COSMATEN, eine Römische Künstlerfamilie prägten ihre Epoche im 12. u. 13. Jahrhundert durch herrliche Schmuckarbeiten in Kirchen und Palästen. Insbesondere Mosaikarbeiten legen heute noch Zeugnis von ihrem Können ab. MICHELANGELO, Künstler und Großunternehmer in Sachen Sakralbau, lieferte mit 25 Jahren, im Jahr 1499, sein Meisterstück ab, die Pietà rechts neben der Porta Santa im Petersdom. Selbst die gigantische Kuppel der Peterskirche wurde von Michelangelo entworfen. 1547 wurde er zum Architekten der Peterskirche von Papst Paul III. bestimmt, allerdings erlebte er die Fertigstellung seiner Kuppel nicht mehr. 1502 schuf BRAMANTE den TEMPIETTO, ein Musterbeispiel der Hochrenaissance. BERNINI, (Gian Lorenzo, 1598-1680) prägte durch seine Kirchen, Paläste, Statuen und Brunnen das Gesicht Roms. Zur gleichen Zeit (1600) wurde der Philosoph Giordano BRUNO wegen Ketzerei verbrannt. 1651 hat Bernini die Piazza Navona in seiner jetzigen Form gestaltet. 1657 hat BORROMINI Sant`Agnese in Agone vollendet. Zwischendurch hat Galileo wiederrufen, so dass sein bereits gesprochenes Todesurteil ausgesetzt wurde. Kurz vor seinem Tode muss er gesagt haben “UND SIE BEWEGT SICH DOCH”! Damals war man noch der Meinung, die Sonne kreise um die Erde und die Erde sei stillstehender Mittelpunkt im Universum. Beide, Galileo und Bruno wussten es besser! Giordano Bruno hat nicht widerrufen, er starb auf dem Scheiterhaufen. Es waren bewegte Zeiten in diesem Rom der Renaissance und des Barock. Wenn man mit offenen Augen durch Rom geht, dann kann man diese Zeiten wieder aufleben lassen. Giordano Bruno steht als lebensgroße Statue auf dem Campo dei Fiori allen Ignoranten und ewig Gestrigen zur Mahnung!

 

Ein Handschlag zur Begrüßung

Hostaria Romanesce. Diese kleine Hostaria hat alles, was ein Lokal in Rom braucht. Irgendwo anders nennt sich das Ambiente, hier in der Hostaria Romanesce heißt das Campo dei Fiori, frische Gnocci und Fettucini Romanesce. So einfach kann das sein, auch ohne Ambiente. Ein Wirt, der jedem Gast das richtige empfiehlt.
Ein Hauch von Nostalgie. In dieser Hostaria wurden Szenen von "Ein Herz und eine Krone" gedreht. Es ist alles so wie immer, der Wirt, die Holztische, der vorzügliche Wein, die Gnocci. Die Amici fühlen sich wohl. Salute Amici die Roma.

Genießen und Diskutieren

Zwei wesentliche Beschäftigungen in Rom. So vielfältig wie diese Stadt, so vielfältig sind unsere Themen und unsere Speisen. Immer wieder wird uns bewusst, so gute Gespräche und so intensives Genießen, das geht nur in Rom!

Genießen in ROM auf einer Marmorbank, auf einem der vielen Piazzi, im Park, auf einer Kirchentreppe, und natürlich in einer Hostaria oder Trattoria. Das geht sogar mit einem Pappbecher, wenn nur ein guter Wein drin ist!

 

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