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Römische Träume in der Erinnerung Die Piazza Rotonda liegt im Licht der Abendsonne, majestätisch erhebt sich das Pantheon, scherzende junge Leute um den Brunnen herum. Restaurants und Cafe`s, die Bar Pantheon laden zum verweilen ein. Mit allem zufrieden, mit sich selbst, mit der Welt, mit dem gerade gekauften Gelato und mit dem Wetter. Ein zufriedenes Gefühl durchdringt den Körper. Mit Leichtigkeit “schwebe” ich über das Pflaster, an der seitlichen Mauer zum Pantheon setze ich mich auf die Stufen und betrachte mit Zufriedenheit das Treiben um mich herum. Die innere Ruhe ist eingekehrt, eine beschwingte Ruhe ohne Trägheit und Müdigkeit. Eine unternehmungslustige Ruhe, ein Gefühl, das ich nur in Rom kenne. Die Gedanken wandern in die Unendlichkeit, vorbei am Forum Romanum, streifen den Brunnen in der Via Giulia, umkreisen die Erhabenheit von Apollo und Daphne, kommen zurück und genießen lustvoll das herrliche Gelato. Was für Erinnerungen, hautnah versetze ich mich in die milde Abendsonne im Mai, spüre den trockenen Frascati auf der Zunge, was für ein Tag, was für eine Zeit. |
Wasser in Rom Die Brunnen - Fontana Paola, Fontana dei Fiumi, Fontana del Moro, Fontana dei cavalli marini, Fontana del Tritone, Fontana di Trevi, Fontana del Tartarughe, Fontana della Navicella, Quattro Fontane, hier nur eine kleine Auswahl, sind sprudelnde Frische und zeugen von der einmaligen Urbanität Roms. Wasser ist überall, es fließt aus einem unscheinbaren Brünnlein in einem Park auf dem Campidoglio und es strömt im starken Strahl in das große Becken der Fontana Paola. Wasser prägt Rom. Der Tiber (fiume tevere) spiegelt das Castel S. Angelo in seinen trägen Fluten. Er ist malerische Kulisse zusammen mit der isola tiberina, der Ponte Fabricio und Ponte Cestio. Flußabwärts hinter der isola tiberina die Ponte Rotto. Wasser ist allgegenwärtig, ob in den Aquaedukten mit ihren Arkaden, die das Wasser im Überfluss von den Albaner Bergen auch heute noch in die Stadt führen, oder in den Thermen, die in der Antike gigantische Bade- und Freizeitstätten waren. Einige Stadien konnten sogar mit Wasser geflutet werden um z.B. Seeschlachten demverwöhnten Publikum nachzustellen. Wasser gehört seit der Antike zum römischen Stadtbild. Wasser ist in Rom zur Kunst geworden, ist zum phänomenalen Schauspiel in Tivoli der Villa d´Este geworden. Amici di Roma, freut Euch drauf Noch wenige Stunden Noch wenige Stunden bis zur Reise nach Rom. Gerade habe ich meine Reiseerinnerungen durchgelesen, habe Sehnsüchte geweckt mit Tränen in den Augen. Immer wieder wundere ich mich über diese Faszination, immer wieder erliege ich ihr. Ich freue mich so wie am allerersten Tag. Das kann nicht normal sein, das Kribbeln im Bauch, diese prickelnde Erwartung aller Sinne. Reisefieber kenne ich, nur Reisefieber vor einer Reise nach Rom, das ist was anderes. Die innersten Gehirnwindungen produzieren Erlebnisse aus Rom. Vor dem geistigen Auge werden Ornamente sichtbar, unscheinbare Alltagsbegebenheiten fachen die Sehnsucht an. Vielleicht bin ich krank, - krank an Rom. Zum Glück gibt es eine wunderbare Medizin für diese Krankheit, - Rom, - morgen werde ich von dieser “Krankheit” geheilt sein. Wenn ich morgen früh in die Gesichter schaue, Schosi, er wird strahlen, Werner, er wird zufrieden lächeln, - und Karin, sie wird das erste Mal dabei sein, wie wird ihr mein Rom gefallen? Von Rom muss man begeistert sein, was anderes kann ich mir nicht vorstellen. Vielleicht gehört das auch zu meiner “Krankheit”. Früh werden wir in München starten. Um 7:30 heben wir mit alitalia ab. Um die Mittagszeit werden wir in Rom sein, werden den ersten sinnlichen Kontakt mit unserer Stadt herstellen, werden uns neu in diese Stadt verlieben. Ein Tagesprogramm für Rom, so etwas kennen wir nicht. Wir lassen uns treiben, gehen unserem Gespür nach, planen höchstens mal von einer auf die andere Stunde. Unsere Entscheidungen sind spontan. Eine neue Reisegruppe ist es geworden. Karin war noch nie in Rom, wir anderen sind “Alte Hasen”. Ich denke eine gute Mischung, Karin ”müssen” wir einiges zeigen. Und es gibt so Viel davon. Wo fangen wir an, wo hören wir auf?
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Die sieben Hügel Roms Palatin ** Kapitol ** Quirinal ** Viminal ** Esquilin ** Caelius ** Aventin
Künstler und ihre bewegte Zeit Die COSMATEN, eine Römische Künstlerfamilie prägten ihre Epoche im 12. u. 13. Jahrhundert durch herrliche Schmuckarbeiten in Kirchen und Palästen. Insbesondere Mosaikarbeiten legen heute noch Zeugnis von ihrem Können ab. MICHELANGELO, Künstler und Großunternehmer in Sachen Sakralbau, lieferte mit 25 Jahren, im Jahr 1499, sein Meisterstück ab, die Pietà rechts neben der Porta Santa im Petersdom. Selbst die gigantische Kuppel der Peterskirche wurde von Michelangelo entworfen. 1547 wurde er zum Architekten der Peterskirche von Papst Paul III. bestimmt, allerdings erlebte er die Fertigstellung seiner Kuppel nicht mehr. 1502 schuf BRAMANTE den TEMPIETTO, ein Musterbeispiel der Hochrenaissance. BERNINI, (Gian Lorenzo, 1598-1680) prägte durch seine Kirchen, Paläste, Statuen und Brunnen das Gesicht Roms. Zur gleichen Zeit (1600) wurde der Philosoph Giordano BRUNO wegen Ketzerei verbrannt. 1651 hat Bernini die Piazza Navona in seiner jetzigen Form gestaltet. 1657 hat BORROMINI Sant`Agnese in Agone vollendet. Zwischendurch hat Galileo wiederrufen, so dass sein bereits gesprochenes Todesurteil ausgesetzt wurde. Kurz vor seinem Tode muss er gesagt haben “UND SIE BEWEGT SICH DOCH”! Damals war man noch der Meinung, die Sonne kreise um die Erde und die Erde sei stillstehender Mittelpunkt im Universum. Beide, Galileo und Bruno wussten es besser! Giordano Bruno hat nicht widerrufen, er starb auf dem Scheiterhaufen. Es waren bewegte Zeiten in diesem Rom der Renaissance und des Barock. Wenn man mit offenen Augen durch Rom geht, dann kann man diese Zeiten wieder aufleben lassen. Giordano Bruno steht als lebensgroße Statue auf dem Campo dei Fiori allen Ignoranten und ewig Gestrigen zur Mahnung! |
Ein Handschlag zur Begrüßung
Genießen und Diskutieren Zwei wesentliche Beschäftigungen in Rom. So vielfältig wie diese Stadt, so vielfältig sind unsere Themen und unsere Speisen. Immer wieder wird uns bewusst, so gute Gespräche und so intensives Genießen, das geht nur in Rom! Genießen in ROM auf einer Marmorbank, auf einem der vielen Piazzi, im Park, auf einer Kirchentreppe, und natürlich in einer Hostaria oder Trattoria. Das geht sogar mit einem Pappbecher, wenn nur ein guter Wein drin ist!
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